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VT 750 C Custom (Jan.14)

eingekauft in Einzelteilen

Hilfe - die Zündbox fehlt.





Ich bin fündig geworden. Nach langen Gooooogeln hab ich in Deutschland eine gefunden und erst noch zu einem akzeptablen Preis. Die wird gekauft!
Aber es fehlt noch ein zweites Bauteil, von dem ich noch nicht weiss, was es für eine Funktion hat.
 
Übrigens habe herausgefunden, dass dieses Modell nur ein Jahr gebaut wurde und es daher ziemlich schwierig ist, Ersatzteile zu kriegen. Der Vorteil ist - ich besitze mal wieder ein Unikat bzw. ein seltenes Bike.
Trotz allen anlaufschwierigkeiten, habe ich mich in die VT verliebt und bereits die ersten Chromteile vom Flugrost befreit und montiert. Sie wird immer schöner!!
Das Ding krieg ich schon wieder zum laufen.  

Erste Schritte

Meine VT ist momentan etwas Kopflos. Ich möchte das Bike zuerst technisch in Ordnung haben, bevor ich irgend welche Änderungen mache. Nachdem ich die Bremszange demontiert und gereinigt habe, bin ich nun mit der Gabel beschäftigt. Habe beide Standrohre ausgebaut, um die Tauchrohre zu polieren und das Gabelöel zu wechseln.

Auch die Batterie hab ich ausgebaut und mal ans Ladegerät gehängt. Sieht gut aus, sie nimmt Strom auf. Das könnte bedeuten dass sie eventuell noch gut ist. Morgen weiss ich mehr. 

Was fehlt hier?

Es fehlen zwei elektrische Bauteile.
Das CDI (Zündbox) habe ich herausgefunden und auch bereits bestellt, aber es sind drei freie Steckplätze - ein roter Stecker (Links) und ein Schwarzer und Weisser Mehrfachstecker rechts. Alles befindet sich unter dem linken Seitendeckel.

Kann mir jemand helfen. Es wäre super.
Du kannst mir einfach eine Mail schicken auf:
rothaut@gmx.ch

schonmal Danke  

Und Sie läuft - Hurraaaaaaa



In der Zwischenzeit habe ich alle Teile für meine VT gefunden und bereits verbaut. Das fehlende Teil war das Benzinpumpenrelais. Auch die Batterie ist noch in Ordnung.
Die Gabel ist auch schon poliert und wieder eingebaut und die Vorderradfelge habe ich mit Fliess wieder auf hochglanz gebracht.
Nachdem alles eingebaut war, Gabel, Vorderrad, Benzinrelais und CDI, kam dann der grosse Moment - erster Startversuch - Der Motor dreht freudig, aber spingt nicht an. Ein, zwei Fehlzündungen, was für mich schon ein Highlight war, dann war die Batterie wieder am Ende. Was bedeutet, ich muss zuerst wieder die Batterie laden - warten.
Tags darauf ein zweiter Versuch. Dieses mal habe ich zuerst die Kerzen gereinigt. Und siehe da, das Teil läuft. Ein Freudenschrei " Hurraaa", damit auch die Nachbarn was davon haben.

Auf der Suche nach einem Schaltplan, bin ich auf eine geniale Seite gestossen. Auf der sind extrem viele Service-Manual im PDF Format, zum Free-Downloaden.
Hier der Link: http://www.carlsalter.com/motorcycle-manuals.asp  

Frontpartie fast fertig

Erste Probefahrt

Das Elektrische war eine Knacknuss. Sämtliche Hirnzellen musste ich aktivieren um alle Dräte richtig zu platzieren. Vor allem der Blinker. Ich habe mich für Lenkerendenblinker entschieden. Das Problem war, original hat die VT eine Kontollampe für rechts und für links. Mein neuer Tacho hat aber nur noch eins für beide Richtungen. - Einfach zusammen hängen geht nicht - da hast du dann eine Warnblinkanlage. Also musste ich ein Relais einbauen. - Nun blinkt es aber noch zu schnell, muss vermutlich noch das Blinkrelais wechseln.
Den Tacho hab ich dann noch mit einem alten Waschmaschinenfilter verziert, und ihn dann, trotz zu kurzer Tachowelle, am Lenker befestigt. Jetzt muss ich diese halt noch verlängern.  
Die Frontpartie ist fertig. Nachdem ich dann noch die Tachowelle verlängert hatte, hab ich Heute die VT vom Lift genommen und eine erste Probefahrt gemacht. Es war so geiles Töffwetter, da konnte ich mich nicht bremsen. Sie läuft echt super und ist bequem und das sogar ohne Sattel.
Dabei habe ich die Gelegenheit benutzt um ein paar Fotos zu machen. Sämtliche Bleche die ich am Lager habe mussten herhalten, eins nach dem anderen wurde draufgelegt und abgelichtet. Entgegen meinen Plänen (wollte kein oder nur ein kleines Blech montieren) ist das grösste von allen mein Favorit.  

Kontruktion Heckfender

Das Arlen Ness Schutzblech muss rein.
Leichter gesagt als gemacht. Zuerst muss ich den Fender einpassen. Das Schutzblech ist zuden zu kurz und muss verlängert werden. Zum glück habe ich noch ein Frontblech, von dem ich das fehlende Teil abschneiden und mit meinem verbinden kann. - Perfekt - Nach öfterem ein und ausbauen ist dann endlich das Ziel erreicht. Nun schneide ich noch hinten die Öffnung für das Nummernschild, konstruier ein Alluminumblech als Rückwand und verspachtle das ganze. Ich habe die Grösse des Auschnitts so gewählt, dass ich die Nummer mit einem Chromrahmen einbauen kann.
Dann gehts ans feinspachteln. Sämliche Unebenheiten müssen abgeschliffen, beziehungsweise ausgeglättet werden. Aber nach ein paar Abenden in meiner Oase (Werkstatt) sieht das Blech sehr manierlich aus.
Nun wird der Tank noch angeschliffen und das Frontblech (Original) einfach etwas nach hinten versetzt. Alle Teile gehen jetzt zum lackiren - in weinrot-schwarz. Die Farben müssen ineinander laufen. ich hoffe mein Lackierer schafft das. Bin gespannt wenn sie dann retour kommen.  

Sattlerarbeiten und Kosmetik

   
Ich verwende den original Sattel. Das heisst, den Unterteil und den Schaumstoff.
Als erstes wird der Schaumstoff zugeschnitten. Dazu brauche ich unser Brotmesser, das hat eine lange Klinge und ist scharf. Nach der groben Formgebung mache ich den Feinschliff mit einer Holzraspel - nicht lachen, das hab ich so bei meinem Sattler abgeschaut.  
Nachdem der Schaumstoff in Form ist sollte jetzt eigentlich das Leder drauf.
Ich suche die ganze Werkstatt ab, finde aber nichts passendes. - Da kommt mir das rettende Teil unter die Augen - ein alter Harley-Sattel der schon lange rumliegt.
Ich verwende den Überzug dieses Sattels.  
So lange die Lackteile weg sind, nutze ich die Zeit um noch an der Schönheit meiner Lady zu arbeiten.
Alle Chromteile werden auf hochglanz poliert, der Rahmen wird teillackiert und den rechten Seitendeckel, an dem der Chrom zu stark beschädigt ist, wird einem Harley-Deckel verschönert.  

Endlich Lackiert.

Nach dem zweiten Anlauf sind nun endlich die Teile vom lackieren gekommen.
Der Plan war immer eine Zweifarbenlackierung zu machen. Mein Maler meinte das sei kein Problem. Doch schlussendlich musste ich den Verlauf selbst spritzen.
Er hat mir alle Teile in Weinrot lackiert, danach nahm ich alles nach Hause und machte das Airbrush. zurück beim Maler wurde der Klarlack aufgetragen.
Als ich die Teile abholte musste ich feststellen dass alle Teile beschädigt, oder extrem schlecht gespritzt ware. Somit musste ich alles noch mal machen. Doch dieses mal hab ich`s gleich in der Spritzkabine gebrusht.
Der Klarlack kam bereits am nächsten Tag drauf und ich konnte meine Teile wieder mitnehmen.
Das war eine schwere Geburt!!!!  
 
Heute habe ich frei und kann mich voll und ganz der Endmontage widmen.
Das ist die schönste Arbeit. Quasi der Lohn für die vielen Arbeitsstunden die ich investiert habe.
Den ganzen Nachmittag schraube ich das Ding zusammen, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen.  
Habe bereits die erste Ausfahrt gemacht, ein bisschen illegal, aber man darf alles, einfach nicht erwischen lassen.

Ich werde die VT nächste Woche zum Vorführen anmelden, und dann gehts offiziell auf die Strasse. - freu mich jetzt schon drauf.!!!!!!!!!!